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Der sonnige PodCast: Solarkocher und Elektrofahrzeuge

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Vor einem Jahr habe ich in einem Artikel über den ersten elektrischen Fahrradladen in Düsseldorf die Spritpreise abgebildet und behauptet, daß dies der beste Werbeträger für Elektromobilität wäre. Im letzten Jahr hat sich wenig im Mobilitätsverhalten für den Normalbürger geändert, bis auf die gestiegenen Spritpreise. Heute früh bin ich aus der Bahn ausgestiegen und habe dieses Bild aufgenommen:

Diesel und Super sind um 9,5% teurer als vor rund einem Jahr. Damit bestätigt sich, daß Energie weiterhin deutlich teurer wird, als die durchschnittliche Inflation.

Im Vergleich zu Ende 2010 liegen wir “nur” 11% höher ( in Dollar gerechnet ) bei nahezu unverändertem Wechselkurs.

Bei einer durchschnittlichen Inflation im Jahr 2011 von 2,3% lt. Statistisches Bundesamt
sollte eigentlich jeder, der darauf angewiesen ist, sich mit einem Individualfahrzeug sich zu bewegen, an einer kostengünstigen Alternative interessiert sein.

Interessant ist auch, daß das Statistische Bundesamt die Inflationsrate mit und ohne Energie veröffentlicht. Und eine sehr detailierte Auflistung der Preisentwicklung für das Jahr 2011 findet ihr hier.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis eine Vollkostenrechnung für Elektrofahrzeuge zu einem überzeugenden Kauf-Argument wird.

Bei der Veranstaltung der Grünen am 10. Februar im Landtag hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass Repräsentanten aus praxisnahen Verbänden ihren Input geben, um der Politik die Bedürfnisse von E-Fahrern zu vermitteln.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden die “normalen” Fragen rund um die Elektromobilität gestellt. Eigentlich schade, dass auch in ökologisch aufgeschlossenen Kreisen so wenig Wissen existiert und die Förderungen nicht zu mehr Erkenntnissen geführt haben.

Eine Vollkostenbetrachtung, welche die höheren Anschaffungskosten in Relation zu niedrigeren Betriebskosten setzt, scheint sich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht vermitteln zu lassen.

Patrick Zankl, Vorstand des BSM, hat Park & Charge vorgestellt und die Einfachheit dieses Systems dargestellt. Er war elektrisch angereist, wie 5% der 80 Teilnehmer und sehr enttäuscht, dass zu so einer Veranstaltung keine Lademöglichkeit angeboten wurde. Nach einem leidenschaftlichen Plädoyer für Elektroautos aufgrund der höheren Effektivität hat er nach Aufklärungsaktivitäten von Seiten der Politik für Bürger gefragt. Die Frage nach regionalen Anreizen für Bürger, um einen Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiv zu machen, blieb leider ebenfalls unbeantwortet.

Ernesto Ruge von den Grünen ist mir positiv aufgefallen, da er als Mitglied des Netzwerkes ruhrmobil-e eine Grundkompetenz vermitteln konnte und die Synergie zwischen Erneuerbaren Energien und Elektroautos über intelligente Netze (smart grid) kompetent darstellen konnte.

Henning Bittermann hat in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender von ISOR bemängelt, dass ungenutzte E-Tankstellen von Verbrennern blockiert werden, ohne dass von der Stadt ernsthaft etwas dagegen unternommen wird.

Es war immer meine Idee gewesen, dass unser PodCast www.sunpod.de sich nicht mehr mit Elektromobilität beschäftigt, sobald die ersten E-Fahrzeuge im Laden zu kaufen sind. Dies ist seit Anfang des Jahres möglich, auch wenn die Auslieferung in den meisten Fällen einige Monate dauern kann. Nach der Veranstaltung bin ich jedoch davon überzeugt, dass es noch sehr lange dauern wird, bis Elektromobilität zur Normalität in unserem Alltag wird. Auch wird es noch einige Jahrzehnte dauern, bis der Statuswandel vom eigenen Fahrzeug zu der einen Mobilitätskarte für alle Fortbewegung – vom Fahrradleasing über öffentliche Verkehrsmittel hin zum e-Car-Sharing – vollzogen sein wird. Solange werden wir immer wieder mal unser Grundthema Elektromobilität aufgreifen. Es gibt noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten und selbst Erläuterungen, welche aus den Anfängen unseres PodCast stammen, sind heute nicht selbstverständlich bekannt.

Resourcen schonendes Verhalten muss “sexy” werden. Ich bin gespannt, wieviele persönliche Einschränkungen der Normalbürger bereit ist auf sich zu nehmen, bis teure, unökonomische und unsoziale Verbrenner-Fahrzeuge in der Minderheit sind.

Play Episode 053 hören (ca. 39 Minuten)

Jens Helbig stellt in den kommenden 38 Minuten seine Idee vor, Bürgerheizungen, nach dem Vorbild von PV-Anlagen, in die Hände vieler Klein-Investoren zu geben.

Erfahrt technische Details über die optimale Verbrennungstemperatur einer Hackschnitzelheizung, Ursachen für Qualitätsunterschiede beim Brennmaterial und Überlegungen, welche man bei der Beschaffung dessen berücksichtigen sollte.

Der regionale Gedanke wird von Jens auf allen Ebenen stark befürwortet. Er kann sich gut vorstellen daß Wärmelieferkontrakting für öffentliche Gebäude nach dem Vorbild von PV-Anlagen, welche von Bürger-GbRs finanziert werden, zukünftig in Kommunen möglich ist.

Jens hat sehr genaue Vorstellung, welche Voraussetzungen die Gebäude erfüllen müssen, um eine konstante Rendite erzielen zu können. Er schildert reale Probleme bei der Objekt-Findung, erklärt den Vorteil für Kommunen sich auf eine solche Konstillation einzulassen und beschreibt Lösungenansätze, um die Anlagen stets optimal zu fahren.

Wir haben uns entschlossen Jens email-Adresse hier nicht zu veröffentlichen, damit er nicht von SPAM erschlagen wird. Wer Rückfragen hat, kann gerne die Authoren von SunPod kontaktieren und um Kontaktdaten bitten. Gerne werden wir im Einzelfall weiterhelfen.

Play Episode 051 hören (ca. 7 Minuten)

Pünktlich zum Jahreswechsel gibts einen kurzen Rückblick auf 2011 und einen Ausblick, wie es mit SunPod im Jahr 2012 weiter gehen wird. Wir wünschen allen Hörern ein gesundes Jahr 2012!

Auf seiner Tour “WAVE” von Paris nach Prag hat Louis Palmer mit seiner Gruppe von 20 Fahrzeugen einen Ladestop in Troisdorf eingelegt. Diese Gelegenheit habe ich mit nicht entgehen lassen, um einige Interviews über den neusten Stand der Entwicklungen von Elektroautos und den aktuellen Stand zum Zerotracer-Projekt zu erfragen.

Auch Interviews zu Themen, welche nicht unmittelbar mit Elektrofahrzeugen zu tun haben, habe ich mitgebracht. Hierbei geht es um die Idee, im Hotelbetrieb regenerative Energien stärker als Werbeargument für Gäste zu verwenden und um das Kurzportrait eines Ökoinstituts.

Aber mehr sei noch nicht verraten. Die Beiträge müssen erst noch aufbereitet werden und werden dann sowohl hier eingestellt, als auch in unserem PodCast veröffentlicht.

Im Rahmen des Cityfestes 2011 am 10./11.ten September informierte die Stadt Willich über den geplanten Alleenweg, welcher zukünftig die E-Fahrrad-Autobahn durchs Stadtgebiet werden soll. Für die Kinder gab es Spiele rund ums Thema der Mobilität, während Jugendliche sich am Videostand durch den virtuellen Video-Alleenweg strampeln konnten.

Die Straße der E-Mobilität wurde mit Elektrofahrzeugen aus der Region bestückt. Die Fahrzeuge wirkten allein durch ihr Design, wobei der Saxo im Hintergrund nicht von allen auf Anhieb als Elektrofahrzeug identifiziert wurde. Der hohe Anschaffungspreis ist für viele eine Hemmschwelle, wohingegen die niedrigen laufenden Kosten ungläubig begutachtet werden. Wer kann sich schon vorstellen, für 1,20 Euro 100 Kilometer fahren zu können? Dafür kriegt man ja noch nicht mal einen Liter Sprit.

Michael hat mich am Samstag unterstützt und das Themengebiet erweitert, indem er Interessenten PeakOil erklärt hat und welche Auswirkungen dies auf unser tägliches Leben haben wird. Auch die grundsätzliche Funktionsweise von Solarkochern hat Michael vorgestellt, hier mit Hilfe eines DIN A4 Blattes.

Das Highlight für E-Fahrer ist leider im Regen ein wenig untergegangen. Für die Einweihung der RWE-E-Tankstelle in Willich kam sowohl unser Bürgermeister Joseph Heyes, der STW-Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Siegfried Kirsch, Vertriebsleiter Mario Sagner als auch der Geschäftsführer der Stadtwerke Willich Albert Lopez.

Aktuell ist dieser Ladehalt leider nur zu nutzen, wenn man ein RWE-Abo für 19 Euro im Monat hat. Der Strom fließt nur einphasig mit maximal 20 A. Ob so etwas genutzt wird, wenn die Ladezeit auf eine Stunde vor dem Einkaufszentrum begrenzt ist?

Wie so oft in Willich verstand man es hier, Tradition und Fortschritt miteinander zu vereinen.

Play Episode 037 hören (ca. 16 Minuten)

Valentin Thurn hat für seinen Film “Taste the Waste” ermittelt, daß wir jählich 20 Millionen Tonnen Essen nicht konsumieren. Bei so einer Zahl fehlt mir immer ein wenig die Vorstellung.

Wenn man diese Menge in LKWs mit Anhängern packen würde, kommt man auf eine Gesamtlänge von 9375 Kilometern. Wenn dieser Konvoi mit 6 km/h fährt und den Sicherheitsabstand einhält, belegt er die Länge aller deutschen Autobahnen.

Der Regiseur Valentin Thurn erläutert in dieser Episode die Entstehungsgründe für diesen Film, wirtschaftliche Überlegungen des Zwischenhandels und erste Reaktionen auf seine Recherchen. Neben praktischen Tipps, wie jeder selbst eine Veränderung herbei führen kann, erfahrt ihr die neuesten Entwicklungen bzgl. “Community supported Agriculture” (CSV).

Der Film läuft ab dem 8. September in zahlreichen Kinos deutschlandweit an.

Links:

  • Taste the Waste Homepage
  • Die Essensvernichter – Das Buch zum Film
  • community supported agriculture (CSA) in Deutschland
  • Container tauchen
  • Gemüsekiste
  • Rezept: Arme Ritter
  • Rezept: Eierbrot
  • Play Episode 036 hören (ca. 12 Minuten)

    Herr Printzen, Verkehrsplaner der Stadt Willich, erläutert wie die Stadt
    Willich aktuell die Entwicklung bei E-Fahrzeugen einschätzt, welche
    eigenen Aktivitäten bereits jetzt geplant werden und berichtet über die
    neusten Projekte, um die notwendige Infrastruktur für Elektrofahrzeuge
    durch die Stadt zur Verfügung zu stellen.

    Die Präsentation der Stadt Willich am 10./11.ten September 2011 von alternativen
    Mobilitätsmöglichkeiten im Rahmen des Cityfestes ist die Fortsetzung der
    Aktion “Woche der Mobilität”, über welche wir bereits letztes Jahr auf
    SunPod berichtet haben.

    Links:

  • City-Fest 2011
  • Elektro-Porsche
  • ElMoto
  • Stadtwerke-Willich
  • Woche der Mobiltität 2010
  • Wir sind für den European Podcast Award nominiert worden. Bitte stimmt hier für uns ab:


    Der Betreiber der AKW in Japan, Tepco, hat Staatshilfe beantragt. Wieso ist dies notwendig?

    Das Versicherungsforen Leipzig hat im Auftrage des Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. eine Studie durchgeführt, wie hoch der Strompreis anzusetzen wäre, wenn man die Folgekosten eines atomaren GAUs versichern wollte.

    Hierbei wird ein durchschnittliche Schadenssumme von 5,8 Billionen Euro in Deutschland ermittelt (s. Seite 92). Bei dieser Größenordnung wird ersichtlich, daß die Rücklagen eines einzelnen Konzerns damit nicht ausreichend sind.

    Die Studie kommt zum Resultat, daß ein internationales Schadensereignis aller 100 Jahre einen Aufschlag zwischen 0,139 und 2,36 Euro je kWh bedeutet.

    Zwischen Tschernobyl und Fukushima liegen jedoch “nur” 25 Jahre. …

    siehe auch:

  • Billiger Atomstrom