SunPod

Der sonnige PodCast: Solarkocher und Elektrofahrzeuge

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Christina Dill

Play Episode 245 hören (ca. 30 Minuten)

Schon 1960 haben Eltern kognitiv eingeschränkter Menschen die Lebenshilfe Düsseldorf e.V. gegründet, eine Selbsthilfegruppe betroffener Familien, die mittlerweile ein umfangreiches Programm entwickelt hat, das uns Christina Dill in den kommenden 28 Minuten vorstellt.
Ich habe die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins vor ein paar Wochen anlässlich einer Vernissage in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 kennengelernt, die dort im Rahmen des experimentellen Projekts “Wegen Umbau geöffnet” in Zusammenarbeit zwischen Kunstsammlung und der Lebenshilfe gestaltet wurde. Diese Öffnung in die Gesellschaft ist typisch für die Arbeit der Lebenshilfe, und wer die Möglichkeit hat, Angebote zur Zusammenarbeit zu unterbreiten, ist herzlich eingeladen!

Links:
Lebenshilfe Düsseldorf e.V.
»Wegen Umbau geöffnet« Eine Kunstsammlung wird neu verhandelt

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Michaela Brötz

Play Episode 244 hören (ca. 39 Minuten)

Michaela Brötz hat uns in SunPod-Ausgabe 65 im Jahr 2012 den Knauserer vorgestellt, “die erste Online-Zeitung für Sparsame”, die sie weiterhin regelmäßig herausgibt. Inzwischen hat sie das Repaircafe-Netzwerk Tirol aufgebaut, und vor drei Jahren mit dem Bauernmarktl in Vomperbach, einem Dorf mit 500 Einwohnern, eine Lebensmittel-Einkaufsgemeinschaft gegründet, deren Lieferanten fast alle in Velo-Distanz, also weniger als 25 km entfernt, leben. Obst und Gemüse, Fleisch, Milch, Käse, geräucherter Fisch und vieles mehr können seitdem einmal die Woche nach Vorbestellung in erstklassiger Qualität von den Vereinsmitgliedern abgeholt werden.

Speisekammer

Das Projekt ist so erfolgreich und sinnvoll, daß die nahegelegene Stadt Schwaz Michaela Brötz eingeladen hat, dort ebenfalls eine solche Food-Coop aufzubauen. Seit März 2018 gibt es dort in zentraler Lage die “Speisekammer”, wo ich unser Interview aufgezeichnet habe. Während wir dort saßen, mussten wir mehrmals die Aufnahme unterbrechen, weil nacheinander von verschiedenen Mitgliedern erst 15 Kilo Walnüsse, dann vier Dinkelmäuse und schließlich selbstgemachte Marmeladen geliefert wurden, was zeigt, wieviel Kreativität dieses Projekt freisetzt und so die lokale Vielfalt wieder auf den Tisch bringt. Die Coop wirkt aktiv gegen die Supermarktverblödung und lässt die Mitglieder wieder erfahren, wie Lebensmittel wirklich schmecken, so dass der Weg zurück in den Supermarkt unmöglich wird.

Salz

Die österreichische Gesetzgebung ist der unseren im Bereich der Lebensmittelherstellung weit voraus, weil sie “häuslichen Nebenerwerb” in kleinem Umfang erlaubt, während hier in NRW die Gesetze und Verordnungen einseitig die Konzerne bevorzugen und bürgerschaftliches Engagement im Keim ersticken.
Wir können also in den folgenden 36 Minuten von diesem Tiroler Projekt eine Menge lernen, und ich hoffe, dass unsere Gesetzgeber sich daran ein Beispiel nehmen.

Links:
Speisekammer Schwaz
Bauernmarktl Vomperbach
SunPod-Interview 065: Michaela Brötz – Der Knauserer

Dinkelmaus

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Mark Stüttler

Play Episode 242 hören (ca. 32 Minuten)

Destruenten, Mykorrhizapilze und Parasiten sind die drei Gruppen, in die man die höheren Pilze einteilt, was ich von Mark Stüttler gelernt habe, der vor 18 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder damit begonnen hat, sich mit diesen Lebewesen zu beschäftigen und sie für uns Menschen nutzbar zu machen. In Innsbruck betreiben die beiden mit einigen Mitarbeitern das Pilzforschungsinstitut MRCA – Mushroom Research Center Austria – sowie die Firma Tyroler Glückspilze®, die aus der Welt der Pilze alles liefert, was das Herz begehrt. Ich habe dort das Brutmaterial von Austernseitlingen und anderen Pilzarten gekauft, mit dem ich in meinem Garten Baumstämme geimpft habe, um nächstes Jahr die Fruchtkörper ernten zu können.
Dies ist die auf eine halbe Stunde gekürzte Fassung des insgesamt anderthalb Stunden langen Gesprächs mit Mark Stüttler, in dem wir aber schon einen sehr guten Eindruck von diesem riesigen Wissensgebiet bekommen.

Das komplette Gespräch als Mono-mp3-Datei gibt es hier: Interview mit Mark Stüttler – lang

Links:
Tyroler Glückspilze
Mushroom Research Center Austria
ausführliche Powerpoint-Präsentation, die einem Grundlagenbuch über Pilze gleich kommt

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Anja Eder

Play Episode 241 hören (ca. 26 Minuten)

Von Wildbienen wusste ich bis vor ein paar Monaten so gut wie gar nichts. Dass sich das nun ändert, verdanke ich dem schönsten Sachbuch, das ich bisher in Händen gehalten habe. Es heisst “Wildbienenhelfer” und ist Ende 2017 von der Künstlerin und Grafikdesignerin Anja Eder veröffentlicht worden, nachdem erst durch eine Crowd-Funding-Kampagne der Druck der ersten Auflage möglich geworden war, und da sich die ersten 3000 Exemplare rasend schnell verkauft haben, erscheint in diesen Tagen bereits die überarbeitete zweite Auflage.

Ich habe die Autorin vorige Woche in ihrem Atelier in Wuppertal besucht und mit ihr über die Geschichte und das Konzept dieses gestalterischen Meisterwerks gesprochen.

In den kommenden 24 Minuten erzählt uns Anja Eder eine Menge über Wildbienen und auch darüber, was jede/r einzelne für diese in mehreren Hundert Arten in Deutschland vorkommnenen Mitgeschöpfe tun kann, beispielsweise, wie man Nisthilfen richtig baut und warum die meisten Insektenhotels völlig nutzlos sind.

Link: Die Website zum Buch

Wildbienenhelfer

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Ron_Beier

Play Episode 240 hören (ca. 30 Minuten)

Letzte Woche habe ich bei der Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit und Kreativitätsförderung in Hückeswagen den Kurs “Taiji – Stock und Schwert: Alte Chinesische Bewegungsdisziplinen zur Stärkung der Lebenskraft” besucht. Bei Taiji geht es um das Umlenken von Energie und diese, nicht nur im Kampf, zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen.

Den Kursleiter Ron Beier konnte ich für ein 30 minütiges Interview gewinnen. Er berichtet über Umwege, welche in seinem Leben passiert sind, und wie er verschiedene erworbene Fähigkeiten in Taiji vereinigen konnte.

Links:
Homepage von Ron Beier

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Seggy Segaran

Play Episode 239 hören (ca. 14 Minuten)

Letzte Woche traf ich Seggy Segaran, der die Leistung seines Boxkochers durch eine mit Strom aus einem Fotovoltaikmodul betriebene Heizmatte in seiner Leistung annähernd verdoppelt oder alternativ mit dem in einer Autrobatterie zwischengespeicherten Strom auch noch nach Sonnenuntergang kochen kann.
In unserem Gespräch stellt er die Geschichte seines Hybridkochers vor und gibt einen Ausblick, wie es damit weitergehen soll.

solar/electric hybrid cooker

gb To our English speaking friends:
Only the first minute of the mp3-file is in German, but the whole interview is in English.
Seggy Segaran has built a prototype of a solar/electric hybrid cooker. In our interview he tells his story.

battery

Links:
SF Environmental Trust
Aprovecho Research Center: Publications
Green Gathering

Please see our interview 188 SunPod-Interview: Stewart MacLachlan/Dave Oxford – Slick Solar Stove, UK

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Uta Stechl

Play Episode 238 hören (ca. 29 Minuten)

Vergangene Woche hatte ich im Rahmen der AG Saatgutfestival die Lebensmitteltechnikerin Uta Stechl zu einem Vortrag über Hanf nach Düsseldorf eingeladen und diese Gelegenheit zu einem Interview genutzt.
Wir erfahren, warum einerseits der Hanf in den 20er Jahren durch die Lobbyarbeit verschiedener Industrien erfolgreich diskreditiert und verboten wurde und andererseits, welche Bandbreite an positiven Wirkungen diese segensreiche Pflanze entfaltet. Beispielsweise sind im Hanföl, also den gepressten Samen, 80-90% ungesättigte Fettsäuren im optimalen Mischungsverhältnis enthalten, so wie sie unser Körper braucht. Dadurch wirkt es positiv auf’s Gehirn, auf die Haut, und verlangsamt Alterungsprozesse.

Uta Stechl hat es geschafft, in diesem Jahr erstmalig 19 Bauern in ihrere Region zum Hanfanbau zu bewegen, die gemeinsam 30 ha Fläche damit bepflanzen, und ist auch sonst sehr aktiv, dem Hanf wieder zu seinem angestammten Platz in unserem Alltag zu verhelfen.

Links:
Best Hemp
Saatgutfestival Düsseldorf

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Johannes Kotschi

Play Episode 237 hören (ca. 14 Minuten)

Nur drei Konzerne kontrollieren rund 60 % des weltweiten Saatgutmarkts, eine Tatsache, die zu einer drastischen Verringerung der Sortenvielfalt bei den Nutzpflanzen geführt hat. Über drei Viertel der Sorten, die es vor hundert Jahren noch gab, sind inzwischen ausgestorben.

Damit freie Züchter weiterhin auf eine breite Sortenbasis zurückgreifen können, hat Johannes Kotschi ein Konzept entwickelt, mit dem sich durch OpenSource-Lizenzen eine zweite Säule der Saatgutzüchtung neben dem privatwirtschaftlichen Bereich aufbauen lässt, ähnlich wie wir es schon lange in der Computerwelt kennen.

Es gibt auch schon erste Sorten, die unter dieser Lizenz gezüchtet wurden, darunter die Sunviva-Freilandtomate, die voriges Jahr große mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Johannes Kotschi erläutert uns seine Vorstellungen von Saatgut als Kultur- und Gemeingut.

Links:
AGRECOL e.V.
OpenSourceSeeds
Culinaris – Saatgut für Lebensmittel

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Eike Bretschneider

Play Episode 236 hören (ca. 36 Minuten)

Vor ein paar Monaten schon habe ich Eike Bretschneider besucht, die im Rheinland als erfahrene Gärtnerin einen legendären Ruf genießt.

Geboren 1927, hat sie zunächst eine Lehre als Gärtnerin mit dem Schwerpunkt Obst und Gemüseanbau gemacht, später dann für den gemeinsamen Betrieb mit ihrem Mann Stauden vermehrt und dann 1973 durch einen Einführungskurs die Grundlagen der Gärtnerei nach Demeter-Richtlinien erlernt. 1982 war sie dann in der Schweiz dabei, als der “Initiativkreis Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau” gegründet wurde, um samenfeste Gemüse- und Kräutersorten zu retten, da durch die Verbreitung der F1-Hybride schon einige Sorten verloren zu gehen drohten.

In unserem Gespräch erzählt uns Eike Bretschneider, wie sie auf ungewöhnliche Weise die Selleriesorte “Hochdahler Markt” gezüchtet hat, wobei die Planetenkonstellation zum Zeitpunkt der Aussaat eine wesentliche Rolle gespielt hat. Nebenbei bekommen wir noch ein paar Tipps zur Samengewinnung von Stangenbohnen.

Links:
Erfahrungen einer alten Demeter-Gärtnerin
Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem und organisch-biologischem Anbau

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Pia Otte

Play Episode 235 hören (ca. 29 Minuten)

Es geschieht nicht oft, dass jemand zu einem Solarkocherthema promoviert, aber Pia Otte hat genau das im Bereich der Soziologie getan. Sie hat erforscht, warum manche Solarkocherprojekte sich positiv entwickelt haben, und warum andere gescheitert sind.

Von Wolfgang Scheffler und Heike Hoedt bekam sie eine Liste aller weltweit installierten Scheffler-Kocher, von denen sie einige ausgewählt und besucht hat, namentlich in Indien, Burkina Faso, Botswana und Südafrika.

In unserem Interview gibt Pia Otte einen Überblick über ihre Ergebnisse, die sie in einem Vortrag auf unserer mittlerweile zehnten Solarkocherkonferenz im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern Ende Mai 2018 vorgestellt hat. Positiv wirkt es sich zum Beispiel aus, wenn man das Weltbild der Menschen am Projektort mit einbezieht, die Solarkocher als Komponente in einem umfassenderen System und nicht als alleinige Lösung versteht und auch dem Design Beachtung schenkt.

gb To our English speaking friends:
Only the first minute of the mp3-file is in German, but the whole interview is in English.
As a social scientist Pia Otte researched in her PhD thesis why some solar cooking projects succeeded and why others failed. In our interview she presents a lot of examples which will help to implement solar cookers and dryers in much more effective ways.

Links:
RURALIS – Institute for Rural and Regional Research
“COMBINED MEMBRANE AND SOLAR DRYING TECHNOLOGIES FOR FRUIT PRESERVATION IN MOZAMBIQUE”: Abstract of Pia Otte’s presentation (with Ricardo Bernardo) at the 2018 CONSOLFOOD in Faro
What I learned from cooking with the sun – Pia Otte at TEDxTrondheim
Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern

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