SunPod

Der sonnige PodCast: Solarkocher und Elektrofahrzeuge

Durchsuche Beiträge in Michael’s Interviews

Christa Müller

Foto: Nele Gülck Szene Verlag

Play Episode 129 hören (ca. 16 Minuten)

Letzte Woche fand in Recklinghausen bei der Natur- und Umweltschutzakademie NUA eine Veranstaltung zum Thema „Stadtgärtnern“ statt, bei der die promovierte Soziologin und Geschäftsführerin der Münchener Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, Christa Müller, den Einführungsvortrag gehalten hat, „Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“.

In unserem Interview, das ich kurz nach ihrem Vortrag aufgezeichnet habe, gewährt uns Christa Müller einen Einblick in eine verheissungsvolle Entwicklung hin zu „grüneren“ Städten, in denen insbesondere auch jüngere Menschen Wert darauf legen, die Orte, an denen sie leben, gemeinsam mit anderen in praktischer Arbeit selbst zu gestalten und diese Aufgabe nicht mehr der öffentlichen Verwaltung allein zu überlassen.

Links:
anstiftung & ertomis
Natur- und Umweltschutzakademie NUA NRW

140525_Irmi_Gasser

Play Episode 128 hören (ca. 35 Minuten)

Irmi Gasser traf ich vorletzte Woche in Tirol. Sie betreut auf dem Gelände des Vereins Lebensinsel, den wir schon aus unserer Episode 67 kennen, die „Kräuterinsel“. Das ist der aus der ursprünglichen Kräuterspirale hervorgegangene sehr große Anbaubereich für die Küchen- und Heilkräuter:

140525_Kraeuterinsel

Irmi hat ihre eigene ganzheitliche Sicht auf die Welt im Allgemeinen und die Pflanzen im Speziellen, und wir lernen beispielsweise auch, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob eine Salbe mit Butter oder etwa mit Gemsenschmalz hergestellt wird. Nebenbei erfahren wir noch etwas über Krautcreme und warum Irmi lieber Extrakte aus allen Teilen und nicht etwa nur aus den Wurzeln herstellt.

Es versteht sich von selbst, dass dieser Beitrag keine gesundheitliche Beratung ersetzen kann, sondern eine bestimmt Sichtweise auf den Umgang mit Pflanzen vorstellt.

Zu dieser Episode empfehlen wir als Ergänzung:
067_SunPod_Interview: Andreas Kreutner und Eckhard Emde – Autark werden

Jo Hasler

Play Episode 126 hören (ca. 23 Minuten)

Jo Hasler hat den LAZOLA-Boxkocher entwickelt, worüber er uns schon in zwei Gesprächen berichtet hat.
In den letzten zwei Jahren hat es schon wieder wichtige Änderungen am LAZOLA 3 gegeben und auch die künftige Entwicklung dieses leistungsfähigen Solarkochers ist nun gesichert, so dass ich bei meinem Besuch in Paderborn letzte Woche Jo Hasler gebeten habe, uns auf den neuesten Stand zu bringen.
Wer die beiden ersten Interviews noch nicht gehört hat, der sollte das nachholen, weil es sonst teilweise schwierig werden könnte, dem Gespräch zu folgen:
018 Jo Hasler Erfinder des LAZOLA-Kochers
059 Jo Hasler LAZOLA Boxkocher

Link zur LAZOLA-Website: www.lazola.de

Christian Havenith

Play Episode 123 hören (ca. 9 Minuten)

Der Vielfaltsgärtner und Kräuterpädagoge Christian Havenith hat in den letzten 15 Jahren rund 450 traditionelle Gemüsesorten aus Rheinland (+) Pfalz zusammengetragen und vermehrt sie in seinem Garten in der Eifel.
Ich traf ihn auf dem diesjährigen Saatgutfestival des VEN in Königswinter, kurz bevor sein Stand von interessierten Kunden belagert wurde, so dass wir unser Gespräch nicht weiterführen konnten. So ist mein bisher kürzester Beitrag entstanden, in dem wir etwas über traditionelle Gemüsesorten mit Geschmack und Geschichte erfahren und über die katastrophalen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die diesen unseren Kulturschatz der Sortenvielfalt bedrohen.

Links:
Vielfaltsgärtnerei Christian Havenith
Gemüsesortenprojekt Rheinland (+) Pfalz

Peter Müller

Play Episode 122 hören (ca. 34 Minuten)

Selten bilden Schönheit und praktischer Nutzen eine so vollendete Einheit wie bei den häufig als Kaskaden angeordneten Wasserskulpturen, die wir unter der Bezeichnung Flowforms kennen. Dabei fliesst das Wasser gemäß seiner eigenen Natur über speziell geformte schalenförmige Treppenstufen und bildet dabei zahllose Wirbel und Schleifen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern findet auch zahlreiche praktische Anwendungen, beispielsweise in biologischen Kläranlagen oder zur Aufbereitung von Wasser zum Backen besonders leckerer Biobrote.
Vorige Woche habe ich mich in Dortmund mit Peter Müller, dem erfahrensten Flowformbauer Deutschlands getroffen, und er nimmt uns in diesem Gespräch mit in diese ganz eigene Wasserwunderwelt.

Links:
Peter Müller – Flowform und Wasserwerkstatt
Foundation for Water, (John Wilkes †)

Sevenfold in Wuppertal

Roland Schumann

Play Episode 120 hören (ca. 25 Minuten)

Wir leben glücklicherweise in einer Zeit, in der immer mehr Menschen sich zusammenschließen, um die Gestaltung ihrer Lebenswelt verantwortungsvoll in die eigenen Hände zu nehmen. Und wenn man das tut, dann kommt man über kurz oder lang auf das Thema Regionalwährung. So ist es auch der Transitioninitiative in Velbert-Langenberg ergangen, die den Verein „Blütenzeiten e.V. – Verein für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften“ gegründet und im Oktober 2013 die ersten Deilbachblüten herausgegeben hat.
Letzte Woche habe ich mich mit dem ersten Vorsitzen Roland Schumann getroffen, und in den nächsten 23 Minuten erzählt er uns, worum es bei dieser Gesprächswährung geht.

Links:
DEILBACHBLÜTEN Unser Regionalgeld für Langenberg und Umgebung
Langenberg im Wandel

Rainer Konietzny

Play Episode 118 hören (ca. 35 Minuten)

Rainer Konietzny ist die treibende Kraft in der Energiegruppe unserer Düsseldorfer Transition-Initiative. Er hat im letzten Herbst das erste private Passivhaus in Düsseldorf bezogen und führt uns in diesem Interview in die komplexe Thematik rund um Passivhäuser ein. Dabei erfahren wir beispielsweise auch etwas über die Bedeutung der Innenseiten von Aussenwänden oder den Unterschied zwischen gemessener und gefühlter Temperatur 😉

Link: Energiegruppe der Düsseldorfer Transition Initiative

Michael 2013

Play Episode 115 hören (ca. 24 Minuten)

Heute und nächste Woche werden zur Abwechslung die Macher von SunPod selbst interviewt.
Nach dreieinhalb Jahren und passend zum Jahreswechsel schauen wir zurück und auch nach vorn. Ich, Michael, habe mich in meinem Freundeskreis umgeschaut, wen ich mir denn als Gesprächspartnerin wünsche, und ich freue mich, dass Jeannette aus Essen Lust und Zeit hatte, sich mit mir in der letzten Dezemberwoche zusammenzusetzen und durch ihre Fragen diese Episode wesentlich mitzugestalten. So ist eine Zwischenbilanz entstanden, die helfen mag, die vorhandenen Interviews etwas besser einzuordnen.

Obiges Foto ist 2013 bei einem Workshop in Bielefeld entstanden und ich fand es auf meiner Festplatte. Leider weiss ich nicht, wer es aufgenommen hat. Wenn der Fotograf das hier liest, möge er sich bitte mit mir in Verbindung setzen, und ich nenne gerne seinen Namen 🙂

Wolfgang Stränz

Play Episode 114 hören (ca. 19 Minuten)

Die solidarische Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten bzw. wiederherzustellen und sie (im Unterschied zur zerstörerischen Industrielandwirtschaft) so zu betreiben, „wie sie betrieben werden muss“.

Die Geschichte der solidarischen Landwirtschaft in Deutschland begann 1988 in Fuhlenhagen bei Hamburg.
Wolfgang Stränz war dort 25 Jahre lang Schatzmeister der „Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof“, und nachdem er letzte Woche auf dem ersten „Regionaltag Solidarische Landwirtschaft“ in Düsseldorf einen Vortrag gehalten hatte, hat er uns seine Zeit für dieses Interview geschenkt.

Wir lernen heute die Geschichte dieses zukunftsweisenden Projekts kennen, in dem Landwirtschaft in Freiheit ohne ökonomischen Zwang praktiziert wird, und verstehen, warum diese neue Form des Miteinanders von Erzeugern und Verbrauchern regen Zulauf erfährt.

Inzwischen gibt es nämlich 43 SoLaWi-Betriebe in Deutschland und ungefähr noch einmal so viele Initiativen, die in den Startlöchern stehen. Diese haben sich zum Netzwerk solidarische Landwirtschaft zusammengeschlossen, das wir ebenfalls gleich kennenlernen werden.

In den USA gibt es übrigens schon rund 1500 und in Frankreich gar 2000 solcher Gruppen. Das zeigt uns, welches Potential in dieser Form der verantwortungsvollen Landwirtschaft steckt.

Links:
Buschberghof
Netzwerk Solidarische Landwirtschaft
tolles Video über die „GartenCoop Freiburg“: Die Strategie der krummen Gurken
zwei Audios: Ernährungsautonomie – ökologisch und gemeinschaftlich Lebensmittel produzieren

Dr. Michael Kopatz

Play Episode 113 hören (ca. 30 Minuten)

Letzte Woche habe ich den Sozialwissenschaftler Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut bei seinem Essener Vortrag zum Thema „Energiewende – was ist jetzt zu tun?“ kennengelernt und mich dort mit ihm zu einem Interview verabredet, das wir dann zwei Tage später in Wuppertal aufgezeichnet haben.

Michael Kopatz geht davon aus, dass wir die Klimaziele nicht allein durch technische Innovationen erreichen, sondern ausserdem sozial-kulturelle Veränderungen brauchen, also deutliche Veränderungen im Lebensstil.
Eine Strategie dazu besteht z.B. darin, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu entwickeln, dass die Bürger nachhaltiger handeln, ohne dass sie darüber entscheiden müssen, wie es beispielsweise mit der Standby-Verordnung geschehen ist, die nun bei elektrischen Geräten im Ruhezustand nur noch einen Stromverbrauch von 0,5 Watt erlaubt. Vorher hatten diese Geräte bis zu 80 Watt verbraucht.

Weitere Vorschläge gehen in Richtung Neubaubegrenzung, Tempolimit oder ökologischer Umbau der Landwirtschaft.
Ausserdem erfahren wir, warum die bisherigen technologischen Effizienzgewinne, die eine deutliche Verringerung unseres Ressourcenverbrauchs ermöglicht hätten, durch unser unsinniges und verantwortungsloses Verhalten komplett aufgefressen werden und welche Maßnahmen erforderlich wären, um den Wachstumszwang zu verringern.

Links:
Dr. Michael Kopatz auf der Website des Wuppertal Instituts
Die soziale-kulturelle Transformation (pdf)
Buch: Energiewende. Aber fair! von Michael Kopatz