SunPod

Der sonnige PodCast: Solarkocher und Elektrofahrzeuge

Seggy Segaran

Play Episode 238 hören (ca. 14 Minuten)

Letzte Woche traf ich Seggy Segaran, der die Leistung seines Boxkochers durch eine mit Strom aus einem Fotovoltaikmodul betriebene Heizmatte in seiner Leistung annähernd verdoppelt oder alternativ mit dem in einer Autrobatterie zwischengespeicherten Strom auch noch nach Sonnenuntergang kochen kann.
In unserem Gespräch stellt er die Geschichte seines Hybridkochers vor und gibt einen Ausblick, wie es damit weitergehen soll.

solar/electric hybrid cooker

gb To our English speaking friends:
Only the first minute of the mp3-file is in German, but the whole interview is in English.
Seggy Segaran has built a prototype of a solar/electric hybrid cooker. In our interview he tells his story.

battery

Links:
SF Environmental Trust
Aprovecho Research Center: Publications
Green Gathering

Please see our interview 188 SunPod-Interview: Stewart MacLachlan/Dave Oxford – Slick Solar Stove, UK

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Uta Stechl

Play Episode 238 hören (ca. 29 Minuten)

Vergangene Woche hatte ich im Rahmen der AG Saatgutfestival die Lebensmitteltechnikerin Uta Stechl zu einem Vortrag über Hanf nach Düsseldorf eingeladen und diese Gelegenheit zu einem Interview genutzt.
Wir erfahren, warum einerseits der Hanf in den 20er Jahren durch die Lobbyarbeit verschiedener Industrien erfolgreich diskreditiert und verboten wurde und andererseits, welche Bandbreite an positiven Wirkungen diese segensreiche Pflanze entfaltet. Beispielsweise sind im Hanföl, also den gepressten Samen, 80-90% ungesättigte Fettsäuren im optimalen Mischungsverhältnis enthalten, so wie sie unser Körper braucht. Dadurch wirkt es positiv auf’s Gehirn, auf die Haut, und verlangsamt Alterungsprozesse.

Uta Stechl hat es geschafft, in diesem Jahr erstmalig 19 Bauern in ihrere Region zum Hanfanbau zu bewegen, die gemeinsam 30 ha Fläche damit bepflanzen, und ist auch sonst sehr aktiv, dem Hanf wieder zu seinem angestammten Platz in unserem Alltag zu verhelfen.

Links:
Best Hemp
Saatgutfestival Düsseldorf

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Johannes Kotschi

Play Episode 237 hören (ca. 14 Minuten)

Nur drei Konzerne kontrollieren rund 60 % des weltweiten Saatgutmarkts, eine Tatsache, die zu einer drastischen Verringerung der Sortenvielfalt bei den Nutzpflanzen geführt hat. Über drei Viertel der Sorten, die es vor hundert Jahren noch gab, sind inzwischen ausgestorben.

Damit freie Züchter weiterhin auf eine breite Sortenbasis zurückgreifen können, hat Johannes Kotschi ein Konzept entwickelt, mit dem sich durch OpenSource-Lizenzen eine zweite Säule der Saatgutzüchtung neben dem privatwirtschaftlichen Bereich aufbauen lässt, ähnlich wie wir es schon lange in der Computerwelt kennen.

Es gibt auch schon erste Sorten, die unter dieser Lizenz gezüchtet wurden, darunter die Sunviva-Freilandtomate, die voriges Jahr große mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Johannes Kotschi erläutert uns seine Vorstellungen von Saatgut als Kultur- und Gemeingut.

Links:
AGRECOL e.V.
OpenSourceSeeds
Culinaris – Saatgut für Lebensmittel

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Eike Bretschneider

Play Episode 236 hören (ca. 36 Minuten)

Vor ein paar Monaten schon habe ich Eike Bretschneider besucht, die im Rheinland als erfahrene Gärtnerin einen legendären Ruf genießt.

Geboren 1927, hat sie zunächst eine Lehre als Gärtnerin mit dem Schwerpunkt Obst und Gemüseanbau gemacht, später dann für den gemeinsamen Betrieb mit ihrem Mann Stauden vermehrt und dann 1973 durch einen Einführungskurs die Grundlagen der Gärtnerei nach Demeter-Richtlinien erlernt. 1982 war sie dann in der Schweiz dabei, als der “Initiativkreis Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau” gegründet wurde, um samenfeste Gemüse- und Kräutersorten zu retten, da durch die Verbreitung der F1-Hybride schon einige Sorten verloren zu gehen drohten.

In unserem Gespräch erzählt uns Eike Bretschneider, wie sie auf ungewöhnliche Weise die Selleriesorte “Hochdahler Markt” gezüchtet hat, wobei die Planetenkonstellation zum Zeitpunkt der Aussaat eine wesentliche Rolle gespielt hat. Nebenbei bekommen wir noch ein paar Tipps zur Samengewinnung von Stangenbohnen.

Links:
Erfahrungen einer alten Demeter-Gärtnerin
Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem und organisch-biologischem Anbau

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Pia Otte

Play Episode 235 hören (ca. 29 Minuten)

Es geschieht nicht oft, dass jemand zu einem Solarkocherthema promoviert, aber Pia Otte hat genau das im Bereich der Soziologie getan. Sie hat erforscht, warum manche Solarkocherprojekte sich positiv entwickelt haben, und warum andere gescheitert sind.

Von Wolfgang Scheffler und Heike Hoedt bekam sie eine Liste aller weltweit installierten Scheffler-Kocher, von denen sie einige ausgewählt und besucht hat, namentlich in Indien, Burkina Faso, Botswana und Südafrika.

In unserem Interview gibt Pia Otte einen Überblick über ihre Ergebnisse, die sie in einem Vortrag auf unserer mittlerweile zehnten Solarkocherkonferenz im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern Ende Mai 2018 vorgestellt hat. Positiv wirkt es sich zum Beispiel aus, wenn man das Weltbild der Menschen am Projektort mit einbezieht, die Solarkocher als Komponente in einem umfassenderen System und nicht als alleinige Lösung versteht und auch dem Design Beachtung schenkt.

gb To our English speaking friends:
Only the first minute of the mp3-file is in German, but the whole interview is in English.
As a social scientist Pia Otte researched in her PhD thesis why some solar cooking projects succeeded and why others failed. In our interview she presents a lot of examples which will help to implement solar cookers and dryers in much more effective ways.

Links:
RURALIS – Institute for Rural and Regional Research
“COMBINED MEMBRANE AND SOLAR DRYING TECHNOLOGIES FOR FRUIT PRESERVATION IN MOZAMBIQUE”: Abstract of Pia Otte’s presentation (with Ricardo Bernardo) at the 2018 CONSOLFOOD in Faro
What I learned from cooking with the sun – Pia Otte at TEDxTrondheim
Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern

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Hakon

Play Episode 234 hören (ca. 14 Minuten)

Håkon Dugstad Johnsen hat auf der CONSOLFOOD 2018 in Faro ein neuartiges automatisches Nachführsystem für Solarkocher vorgestellt, bei dem im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Vorgehensweisen der Parabolspiegel nicht dem Lauf der Sonne folgt, sondern in einer festen Position grob auf die Sonne ausgerichtet stehen bleibt. Den Rest erledigt ein raffiniert ausgetüfteltes optisches System aus zwei gegeneinander parallel verschiebbaren Platten, die sich aus vielen sehr kleinen Sammellinsen zusammensetzen.

Ich war so überrascht über den Effekt, den Håkon in einem Video vorführte, und so begeistert über diesen neuen Ansatz, dass ich ihn eingeladen habe, seinen Vortrag auf der Solarkocherkonferenz Ende Mai im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern noch einmal zu halten, und dort ist unser folgendes Interview entstanden. Der Vortrag basierte auf Håkons Masterarbeit an der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim, und gegenwärtig beschäftigt er sich in seiner Doktorarbeit mit der Verfeinerung von Teilen seines Konzepts. Wie die Linsenfelder genau funktionieren, ist rein sprachlich kaum zu vermitteln, und deshalb verweise ich auf die Links weiter unten.

gb To our English speaking friends:
Only the first minute of the mp3-file is in German, but the whole interview is in English.
At the CONSOLFOOD 2018 conference in Faro Håkon J. Dugstad Johnsen presented his new tracking system for solar cookers which leaves the parabolic mirror in a fixed position and follows the sun using a sophisticated optical system. It is difficult to explain it in audio format, so pleaese follow the links below for detailed information.

Links:
Videos of the prototype
Beam steering lens array for solar cooking: Abstract, Presentation
Norwegian University of Science and Technology
CONSOLFOOD
Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern

lensarray-588

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Heribert Gensicki

Play Episode 233 hören (ca. 33 Minuten)

Nachdem wir letzte Woche Ralf Otterpohls Konzept vom Neuen Dorf kennengelernt haben, stellt uns heute der langjährige erste und jetzige zweite Vorsitzende des Heimatvereins Ottenhausen, Heribert Gensicki, einen ganz anderen Ansatz vor, nämlich den kontinuierlichen Umbau dieses Dorfs im Kreis Höxter, das für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet wurde, unter anderem als Landes- und Bundesgolddorf, aber auch als Modellprojekt “ökologisches Dorf der Zukunft”.

Schon vor 30 Jahren hat Ottenhausen Klimaschutz betrieben, und im Laufe der Jahrzehnte wurden standortgerechte Hecken und Bäume gepflanzt, zahlreiche Obstwiesen und Gewässerbiotope angelegt, die inzwischen zu einem kompletten Biotopverbundsystem zusammengewachsen sind, und vieles mehr. Auch von den Bürgern in Eigenleistung angelegte Radwege zu den Nachbardörfern spiegeln den Willen der engagierten Bevölkerung wieder, die ohnehin schon hohe Lebensqualität weiter zu steigern, was dadurch belohnt wird, dass man im Unterschied zu vielen anderen Dörfern kaum Leerstände zu beklagen hat.

Link: Ottenhausen

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Ralf Otterpohl

Play Episode 232 hören (ca. 39 Minuten)

Vergangene Woche habe ich Ralf Otterpohl besucht, der als Professor und Leiter des Institutes für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der TU Hamburg-Harburg innovative Abwasserkonzepte entwickelt.

Das erste Mal bin ich vor ein paar Jahren auf Ralf Otterpohl gestoßen, als ich mich mit Komposttoiletten beschäftigt habe. Deshalb habe ich ihn im ersten Teil unseres Gesprächs danach befragt und erfahren, welche Vielfalt an Lösungen es inzwischen gibt, die unser sinnloses System der Vermischung von Fäkalien und sonstigem Abwasser mit anschließender Nährstoffverlagerung ins Meer ersetzen können. Stichworte dazu sind “Terra Preta Sanitation” und “Behältertoiletten”.

Eng damit verbunden ist das Thema der Bodenverbesserung und des Humusaufbaus, also des Gegenteils der aktuellen industriellen Landwirtschaft, was letztlich zum Konzept des “neuen Dorfs” geführt hat, das Ralf Otterpohl 2017 in seinem gleichnamigen Buch beschrieben hat. In “Gartenringdörfern” sollen die Wasser- und Lebensmittelversorgung der Städte dauerhaft gesichert und sinnerfüllte nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden.

In seiner erfrischend unverblümten Art nimmt Ralf Otterpohl in der Kritik an den bestehenden Verhältnissen kein Blatt vor den Mund. Er er belässt es aber nicht dabei, sondern er zeigt ein Füllhorn von Lösungsmöglichkeiten auf. Alle benötigen Verfahren und Konzepte existieren bereits, so dass wir noch heute ins Goldene Zeitalter aufbrechen können.

Links:
Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohls Homepage bei der TUHH
Buch: “Das neue Dorf”
Netzwerk Gartenring
Ruvival: Terra Preta Sanitation

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Raghav Deostahle

Play Episode 231 hören (ca. 15 Minuten)

Dies ist das letzte Interview, das ich von der CONSOLFOOD 2018 in Faro veröffentliche. Dort traf ich einen ganz außergewöhnlichen jungen Mann aus Indien, der seine Karriere als Pilot an den Nagel gehängt hat, um als Sozialarbeiter die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung im Bundesstaat Madhya Pradesh zu verbessern. Bei Janak Palta MacGilligan, die wir aus unserer SunPod-Episode 181 kennen, hat Raghav Deostahle vor drei Jahren in einem Lehrgang zur Nutzung der Sonnenenergie seine ersten Solarkocher und Solartrockner kennengelernt, die er seitdem einsetzt. In unserem Gespräch erzählt er uns seine Geschichte und berichtet speziell über seine Erfahrungen mit dem Solartrockner, über seine Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten bei der Einführung.

gb To our English speaking friends:
Only the first 40 seconds of the mp3-file are in German, but the whole interview is in English.
At the CONSOLFOOD conference in Faro Raghav S. Deostahle told us how he came in contact with soar cooking and drying by visting a workshop with Janak Palta MacGilligan in Indore, whom we know from our SunPod interview 181. He now introduces solar cooking and drying in rural India.

Links:
www.narmadalaya.org
Abstract of presentation of Raghav S. Deosthale and Shankar Kewat at CONSOLFOOD 2018:
Introduction of solar drying by NGO Narmada in Nimar region of Madhya Pradesh state of India under the guidance of BARC, GOI.

Please see also our Interview:
181 Dr. Janak Palta McGilligan – Solarkocher, Biogartenbau und ländliche Entwicklung in Indien (English)

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Tim_Wesselbaum,Verkäufer_ nd Bjoern_Amend, Geschäftsführer

Play Episode 230 hören (ca. 21 Minuten)

Auf die Crowdfunding-Aktivitaten für die Neueröffnung eines Unverpackt Ladens in Düsseldorf wurde ich über Flyer aufmerksam. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich Björn Amend, den Geschäftsführer, im Hofgarten in Düsseldorf getroffen. Er berichtet über seine Motivation einen solchen Laden zu etablieren, welche Finanzierungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen und welche Waren er vertreiben möchte.

Links:

Homepage von Unverpackt Düsseldorf
Unverpackt Düsseldorf – Facebook
Unverpackt Düsseldorf – abgelaufene Crowdfundingaktion auf Startnext

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